Alle Digitalfristen auf einen Blick
Diese Liste enthält 30 Stichtage, zu denen deutsche Unternehmen Prozesse digital umstellen müssen: 16 gelten bereits, 12 sind beschlossen und kommen, 2 stehen erst im Entwurf. Stand der Prüfung: 16.09.2026.
Zeitstrahl
← wischen · 29 Stichtage →- seit 1.354 TagenKrankmeldungen elektronisch abrufen (eAU)
- seit 989 TagenE-Rezept für verschreibungspflichtige Arzneimittel
- seit 623 TagenE-Rechnungen empfangen können
- seit 623 TagenBuchungsbelege: 8 statt 10 Jahre aufbewahren
- seit 623 TagenArbeitsbedingungen in Textform nachweisen
- seit 591 TagenKI-Kompetenz im Team fördern
- seit 445 TagenBarrierefreie Online-Shops und Buchungsstrecken
- seit 442 TagenPflegeeinrichtungen an die TI angebunden
- seit 412 TagenElektronische Kassen beim Finanzamt melden
- seit 394 TagenSmart-Tachograph V2 in Lkw über 3,5 t
- seit 350 TagenElektronische Patientenakte befüllen
- seit 258 TagenSteuerbescheide kommen digital
- seit 194 TagenNIS2: beim BSI registrieren, Risiken managen
- seit 77 TagenTachographenpflicht für Transporter ab 2,5 t
- seit 5 TagenCyber Resilience Act: Schwachstellen melden
- seit 4 TagenData Act: Datenzugang ab Werk (Access by Design)
- Stand der PrüfungHeute
- in 105 TagenEntwaldungsfreie Lieferketten (EUDR) – mittlere und große Unternehmen
- in 106 TagenHeizkostenzähler fernablesbar nachrüsten
- in 107 TagenE-Rechnung ausstellen – Umsatz über 800.000 €
- in 118 TagenCloud-Wechsel ohne Wechselentgelt
- in 155 TagenDigitaler Batteriepass
- in 287 TagenEUDR – Kleinst- und Kleinunternehmen
- in 288 TagenHilfsmittel elektronisch verordnen
- in 380 TagenTI-Pflicht für Heilmittelerbringer
- in 442 TagenHochrisiko-KI: Pflichten für Anbieter und Betreiber
- in 451 TagenCyber Resilience Act: alle Pflichten, CE-Kennzeichen
- in 472 TagenE-Rechnung ausstellen – alle Unternehmen
- in 472 TagenRegistrierkassenpflicht ab 100.000 € Umsatz
- in 1.384 TagenEU-weite E-Rechnung für grenzüberschreitende Umsätze (ViDA)
Fristen chronologisch
- giltgilt bereits
Krankmeldungen elektronisch abrufen (eAU)
Wer: Arbeitgeber mit gesetzlich versicherten Beschäftigten
Arbeitsunfähigkeitsdaten werden über die Lohnsoftware bei der Krankenkasse abgerufen. Der gelbe Schein als Nachweis gegenüber dem Arbeitgeber entfällt.
- giltgilt bereits
E-Rezept für verschreibungspflichtige Arzneimittel
Wer: Vertragsärztliche Praxen, Apotheken
Verordnungen für GKV-Versicherte werden elektronisch über die Telematikinfrastruktur ausgestellt und eingelöst.
GesundheitswesenQuelle: gematik: E-Rezept (öffnet in neuem Tab)Ratgeber lesen
- giltgilt bereits
E-Rechnungen empfangen können
Wer: Alle Unternehmen in Deutschland, auch Kleinunternehmer
Ein E-Mail-Postfach reicht als Empfangsweg. Die Rechnung muss im strukturierten Format (XRechnung oder ZUGFeRD ab 2.0.1) lesbar und 8 Jahre unverändert archiviert werden.
E-RechnungQuelle: BMF: FAQ zur E-Rechnung (öffnet in neuem Tab)Ratgeber lesen
- giltgilt bereits
Buchungsbelege: 8 statt 10 Jahre aufbewahren
Wer: Alle buchführungspflichtigen Unternehmen
Seit dem Bürokratieentlastungsgesetz IV gilt für Buchungsbelege eine Frist von 8 Jahren. Digitale Archive können entsprechend früher bereinigt werden – Bücher und Jahresabschlüsse bleiben bei 10 Jahren.
BuchhaltungQuelle: § 147 AO (öffnet in neuem Tab)
- giltgilt bereits
Arbeitsbedingungen in Textform nachweisen
Wer: Arbeitgeber – außer Branchen nach § 2a SchwarzArbG (u. a. Bau, Gastronomie, Spedition)
Der Nachweis wesentlicher Arbeitsbedingungen darf per E-Mail oder PDF erfolgen, wenn er speicher- und druckbar ist und der Arbeitgeber einen Empfangsnachweis anfordert.
- giltgilt bereits
KI-Kompetenz im Team fördern
Wer: Alle Unternehmen, die KI-Systeme einsetzen oder anbieten
Seit dem Digital Omnibus (in Kraft seit 27.07.2026) genügt es, Maßnahmen zur Förderung der KI-Kompetenz zu ergreifen – etwa Schulung und Nutzungsregeln. Verbotene KI-Praktiken sind seit 02.02.2025 untersagt.
Künstliche IntelligenzQuelle: Verordnung (EU) 2024/1689, Art. 4 (öffnet in neuem Tab)Ratgeber lesen
- giltgilt bereits
Barrierefreie Online-Shops und Buchungsstrecken
Wer: Anbieter von Online-Shops und digitalen Diensten für Verbraucher – Kleinstunternehmen ausgenommen
Shop, Terminbuchung und Bezahlvorgang müssen nach den Anforderungen des BFSG (in der Praxis WCAG 2.1 AA / EN 301 549) bedienbar sein. Eine Erklärung zur Barrierefreiheit gehört auf die Website.
BarrierefreiheitQuelle: Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) (öffnet in neuem Tab)Ratgeber lesen
- giltgilt bereits
Pflegeeinrichtungen an die TI angebunden
Wer: Ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen
Anschluss an die Telematikinfrastruktur mit elektronischem Heilberufs- bzw. Institutionsausweis, KIM-Postfach und Zugriff auf ePA-Daten.
GesundheitswesenQuelle: § 341 SGB V (öffnet in neuem Tab)Ratgeber lesen
- giltgilt bereits
Elektronische Kassen beim Finanzamt melden
Wer: Betriebe mit elektronischer Kasse (TSE-pflichtig)
Bestandskassen mussten bis 31.07.2025 über Mein ELSTER gemeldet sein. Neu angeschaffte oder außer Betrieb genommene Kassen sind innerhalb eines Monats zu melden.
KasseQuelle: § 146a Abs. 4 AO (öffnet in neuem Tab)Ratgeber lesen
- giltgilt bereits
Smart-Tachograph V2 in Lkw über 3,5 t
Wer: Fahrzeuge über 3,5 t im grenzüberschreitenden Güterverkehr
Ältere digitale und analoge Kontrollgeräte mussten gegen den intelligenten Tachographen der zweiten Version getauscht sein.
FuhrparkQuelle: IHK München: Nachrüstpflicht Fahrtenschreiber (öffnet in neuem Tab)Ratgeber lesen
- giltgilt bereits
Elektronische Patientenakte befüllen
Wer: Arztpraxen, Zahnarztpraxen, Krankenhäuser, Apotheken
Befunde, Arztbriefe und Medikationsdaten sind in die ePA für alle einzustellen, sofern Versicherte nicht widersprochen haben.
GesundheitswesenQuelle: BMG: ePA für alle (öffnet in neuem Tab)Ratgeber lesen
- giltgilt bereits
Steuerbescheide kommen digital
Wer: Alle, die ihre Steuererklärung über ELSTER abgeben
Bescheide werden als Regelfall im ELSTER-Postfach bereitgestellt und gelten am vierten Tag nach Bereitstellung als bekanntgegeben. Ab dann läuft die Einspruchsfrist – das Postfach muss regelmäßig geprüft werden.
FinanzamtQuelle: § 122a AO (öffnet in neuem Tab)Ratgeber lesen
- giltgilt bereits
NIS2: beim BSI registrieren, Risiken managen
Wer: Wichtige und besonders wichtige Einrichtungen in 18 Sektoren – ab 50 Beschäftigten oder über 10 Mio. € Umsatz
Registrierung im BSI-Portal (Nachfrist lief bis 31.07.2026), zehn Risikomanagement-Maßnahmen, Meldung erheblicher Vorfälle nach 24 Stunden, 72 Stunden und einem Monat. Die Geschäftsleitung muss sich schulen lassen.
IT-SicherheitQuelle: BSI: NIS-2-Betroffenheitsprüfung (öffnet in neuem Tab)Ratgeber lesen
- giltgilt bereits
Tachographenpflicht für Transporter ab 2,5 t
Wer: Leichte Nutzfahrzeuge 2,5–3,5 t im gewerblichen grenzüberschreitenden Güterverkehr und in der Kabotage
Einbau eines digitalen Tachographen Gen2V2, Fahrerkarten, Datenarchivierung und Schulung zu Lenk- und Ruhezeiten.
FuhrparkQuelle: IHK Ostthüringen: Tachographenpflicht ab 2,5 t (öffnet in neuem Tab)Ratgeber lesen
- giltgilt bereits
Cyber Resilience Act: Schwachstellen melden
Wer: Hersteller von Produkten mit digitalen Elementen – auch für Bestandsprodukte
Aktiv ausgenutzte Schwachstellen und schwere Vorfälle über die ENISA-Meldeplattform melden: Frühwarnung in 24 Stunden, Meldung in 72 Stunden, Abschlussbericht nach 14 Tagen bzw. einem Monat.
IT-SicherheitQuelle: BSI: Cyber Resilience Act – Meldepflicht startet (öffnet in neuem Tab)Ratgeber lesen
- giltgilt bereits
Data Act: Datenzugang ab Werk (Access by Design)
Wer: Hersteller vernetzter Produkte, die ab 12.09.2026 neu in Verkehr kommen
Nutzungsdaten müssen für Kunden einfach, sicher und kostenlos abrufbar sein – direkt am Gerät oder über einen Server. Bestandsprodukte müssen nicht umgebaut werden.
DatenQuelle: Bundesnetzagentur: Datenzugang und Datennutzung (öffnet in neuem Tab)Ratgeber lesen
- noch 105 Tagekommt
Entwaldungsfreie Lieferketten (EUDR) – mittlere und große Unternehmen
Wer: Wer Holz, Kakao, Kaffee, Soja, Palmöl, Rinder oder Kautschuk bzw. Erzeugnisse daraus in Verkehr bringt; Holzprodukte (ehem. EUTR) unabhängig von der Größe
Vor dem Inverkehrbringen eine Sorgfaltserklärung mit Geodaten der Anbaufläche im EU-Informationssystem abgeben.
LieferketteQuelle: EU-Kommission (Access2Markets): EUDR-Verschiebung (öffnet in neuem Tab)
- noch 106 Tagekommt
Heizkostenzähler fernablesbar nachrüsten
Wer: Vermieter, WEGs und Hausverwaltungen mit verbrauchsabhängiger Heizkostenabrechnung
Alle Heizkostenverteiler, Wärme- und Warmwasserzähler müssen fernablesbar sein. Sonst dürfen Mieter ihren Heizkostenanteil um 3 % kürzen.
GebäudeQuelle: § 5 HeizkostenV (öffnet in neuem Tab)Ratgeber lesen
- noch 107 Tagekommt
E-Rechnung ausstellen – Umsatz über 800.000 €
Wer: Unternehmen mit mehr als 800.000 € Gesamtumsatz im Jahr 2026
Rechnungen an andere Unternehmen im Inland nur noch als E-Rechnung. PDF per E-Mail oder Papier sind für diese Betriebe ab 01.01.2027 nicht mehr zulässig.
E-RechnungQuelle: § 27 Abs. 38 UStG (öffnet in neuem Tab)Ratgeber lesen
- noch 118 Tagekommt
Cloud-Wechsel ohne Wechselentgelt
Wer: Anbieter von Cloud- und Datenverarbeitungsdiensten
Ab diesem Tag dürfen für den Anbieterwechsel keine Wechsel- oder Datenexportentgelte mehr verlangt werden. Verträge und Preislisten müssen angepasst sein.
DatenQuelle: Verordnung (EU) 2023/2854, Art. 29 (öffnet in neuem Tab)Ratgeber lesen
- noch 155 Tagekommt
Digitaler Batteriepass
Wer: Wer Industriebatterien über 2 kWh, Traktionsbatterien oder E-Auto-Akkus in Verkehr bringt
Jede Batterie braucht einen per QR-Code abrufbaren digitalen Pass mit Angaben zu Herkunft, CO₂-Fußabdruck und Recyclinganteil.
ProduktdatenQuelle: Verordnung (EU) 2023/1542, Art. 77 (öffnet in neuem Tab)
- noch 287 Tagekommt
EUDR – Kleinst- und Kleinunternehmen
Wer: Kleinst- und Kleinunternehmen mit EUDR-Rohstoffen (außer Holzprodukte nach alter EUTR)
Gleiche Pflicht zur Sorgfaltserklärung, ein halbes Jahr später als für größere Betriebe.
LieferketteQuelle: EU-Kommission (Access2Markets): EUDR-Verschiebung (öffnet in neuem Tab)
- noch 288 Tagekommt
Hilfsmittel elektronisch verordnen
Wer: Verordnende Praxen, Sanitätshäuser, Hilfsmittelerbringer
Hilfsmittel, Verbandmittel, Harn- und Blutteststreifen sowie bilanzierte Diäten werden per E-Verordnung über die TI abgewickelt.
GesundheitswesenQuelle: § 360 SGB V (öffnet in neuem Tab)Ratgeber lesen
- noch 380 Tagekommt
TI-Pflicht für Heilmittelerbringer
Wer: Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Podologie
Anschluss an die Telematikinfrastruktur. Der Termin wurde am 06.11.2025 vom 01.01.2026 verschoben.
GesundheitswesenQuelle: VDD: TI-Pflicht verschiebt sich (öffnet in neuem Tab)Ratgeber lesen
- noch 442 Tagekommt
Hochrisiko-KI: Pflichten für Anbieter und Betreiber
Wer: Unternehmen mit KI in Personalauswahl, Kreditprüfung, kritischer Infrastruktur u. a. (Anhang III)
Risikomanagement, Protokollierung, menschliche Aufsicht und Dokumentation. Der Stichtag wurde vom 02.08.2026 verschoben; für KI in Produkten nach Anhang I gilt der 02.08.2028.
Künstliche IntelligenzQuelle: Verordnung (EU) 2026/1744 (Digital Omnibus KI) (öffnet in neuem Tab)Ratgeber lesen
- noch 451 Tagekommt
Cyber Resilience Act: alle Pflichten, CE-Kennzeichen
Wer: Hersteller, Importeure und Händler von Produkten mit digitalen Elementen
Security by Design, Sicherheitsupdates über den Supportzeitraum, Software-Stückliste (SBOM) und Konformitätsbewertung werden Voraussetzung für das CE-Kennzeichen.
IT-SicherheitQuelle: BSI: Cyber Resilience Act (öffnet in neuem Tab)Ratgeber lesen
- noch 472 Tagekommt
E-Rechnung ausstellen – alle Unternehmen
Wer: Alle Unternehmen mit Rechnungen an andere inländische Unternehmen
Die Übergangsfrist für Betriebe bis 800.000 € Umsatz und für EDI-Verfahren endet am 31.12.2027. Ausgenommen bleiben Kleinbetragsrechnungen bis 250 € und Fahrausweise.
E-RechnungQuelle: BMF: FAQ zur E-Rechnung (öffnet in neuem Tab)Ratgeber lesen
- noch 472 TageEntwurf
Registrierkassenpflicht ab 100.000 € Umsatz
Wer: Betriebe mit Bargeldeinnahmen und mehr als 100.000 € Umsatz (Bemessung: 2027)
Laut Gesetzentwurf vom 07.08.2026 wird eine elektronische Kasse mit zertifizierter TSE Pflicht. Die offene Ladenkasse wäre für diese Betriebe nicht mehr zulässig. Noch nicht beschlossen.
KasseQuelle: Handwerksblatt: Bundesregierung plant Registrierkassenpflicht (öffnet in neuem Tab)Ratgeber lesen
- noch 1.384 Tagekommt
EU-weite E-Rechnung für grenzüberschreitende Umsätze (ViDA)
Wer: Unternehmen mit B2B-Umsätzen in andere EU-Mitgliedstaaten
Innergemeinschaftliche Rechnungen nur noch elektronisch nach EN 16931 und Meldung der Umsatzdaten nahezu in Echtzeit statt Zusammenfassender Meldung.
E-RechnungQuelle: Richtlinie (EU) 2025/516 (ViDA) (öffnet in neuem Tab)Ratgeber lesen
- offenTermin offenEntwurf
Elektronische Arbeitszeiterfassung
Wer: Arbeitgeber ab 10 Beschäftigten (laut Referentenentwurf)
Beginn, Ende und Dauer der Arbeitszeit sollen elektronisch und am selben Tag erfasst werden. Übergang laut Entwurf: 1 Jahr für große Betriebe, 2 Jahre bis 250, 5 Jahre bis 50 Beschäftigte.
PersonalQuelle: IHK Rhein-Neckar: Arbeitszeiterfassung 2026 (öffnet in neuem Tab)Ratgeber lesen
Für Autohäuser & Händler
Zulassungen über die KBA-Großkundenschnittstelle – statt Warteschlange.
Vom Kraftfahrt-Bundesamt abgenommene Software, alle sechs Großvorgänge von Neuzulassung bis Außerbetriebsetzung. Live-Status für jeden Antrag.
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